Sparbuch
Das Sparbuch bezeichnet ein Dokument, das Geldbewegungen auf einem Sparkonto – also Einzahlungen, Auszahlungen und Zinsgutschriften – dokumentiert. Das Sparbuch ist bis heute noch eine der verbreitetsten Spareinlagen, die Verbraucher nutzen. Das vom Kreditinstitut ausgegebene Dokument, das Sparbuch, wird bei den Sparkassen als regionalen Anbietern auch als Sparkassenbuch bezeichnet. Die Unterscheidung in ein Namenssparbuch und Überbringersparbuch ist möglich.
Unterschied zwischen Namens- und Überbringersparbuch
Der Unterschied besteht darin, dass beim Namenssparbuch lediglich die namentlich genannten Personen das Sparbuch nutzen können. Für das Namenssparbuch werden immer ein oder mehrere namentlich benannte Personen benötigt, die bei gemeinsamer Nennung als Verfügungsberechtigte das Sparbuch dann auch nur gemeinsam nutzen und verwalten können. Das Namenssparbuch kann zum Beispiel für die Geldanlage von Kindern eine sinnvolle Variante sein, zudem erhöht sich die Sicherheit für dieses Sparbuch auch beim Verlust, denn der Nutzer von diesem Sparbuch muss sich mittels Dokument, also beispielsweise Personalausweis, legitimieren, damit er Abhebungen vom Sparbuch vornehmen kann.
Die Variante Überbringersparbuch bezeichnet wiederum das Sparbuch, das völlig formlos genutzt werden kann. Die Übergabe an eine Person reicht aus, damit diese das Sparbuch ohne weitere Legitimation verwalten kann. Während diese Nutzung sehr einfach und unkompliziert ist, birgt sie aber auch Risiken, die sich daraus ergeben, dass eben jede Person auch bei Verlust das Sparbuch nutzen kann, sobald sie sich im Besitz dieses Dokumentes befindet und so lang keine Sperrung des Kontos erfolgt ist.
Zinsen auf das Sparbuch
Die Verzinsung auf dem Sparbuch wird jeweils zum Abschluss eines Kalenderjahres vorgenommen. Auch wenn der Zinssatz beim Sparbuch inzwischen variabel ist, sind die Konditionen beim klassischen Sparbuch ohne Festanlage generell nicht sehr günstig, verglichen mit anderen und neueren Anlageformen. Der Zinssatz auf dem Sparbuch kann variabel, also nach wirtschaftlicher Lage und Entwicklung der Zinssätze, ausfallen, kann aber auch zwischen dem Geldinstitut, das das Sparbuch ausgegeben hat und dem Kunden fest für einen bestimmten Zeitraum vereinbart werden. Der Regelfall ist, dass für den Zeitraum der Zinsfestschreibung für den Anleger keine Verfügung über das Spargeld besteht.