Sein Geld durchdacht in Immobilien anlegen
Zur Zeit beschäftigt viele Anleger das Problem der Niedrigzinsen. Seit der Finanz- und Eurokrise hat die Europäische Zentralbank den Leitzins nach und nach gesenkt. Die Banken zahlen kaum noch Zinsen auf das Tages- und Festgeld und auch deutsche Staatsanleihen (z.B. Bundeschatzbriefe) bringen nur eine minimale Rendite ein. Diese ist selbst bei längeren Laufzeiten nicht höher als die derzeitige Inflation. Real vermehrt man sein Geld also gar nicht, sondern das eigene Vermögen schrumpft.
Viele denken in solchen Zeiten an den Vermögensaufbau durch Immobilien. Zu Recht. In der Vergangenheit haben sich Immobilien als relativ inflationsresistent erwiesen, denn die Miete steigt in etwa mit der Inflation. Damit bleibt die reale Rendite in etwa konstant. Ob das Objekt selbst eine Wertsteigerung erfährt, hängt von mehreren Faktoren ab. Wie sind die Zukunftsaussichten der betreffenden Stadt/Region, wenn man an wirtschaftliche Entwicklung, Kaufkraft, Lebensqualität und Arbeitslosigkeit etc. denkt? In welchem Zyklus befindet man sich aktuell bzw. wie ist die Bewertung von Immobilien im Allgemeinen? Das sind nur einige Fragen, die es sich zu stellen gilt, bevor man in Immobilien investiert.
Renditen von bis 10 % möglich
Wenn man seine Hausaufgaben macht und sich gründlich informiert, sind Renditen von bis zu 10% pro Jahr durch Mieteinnahmen möglich. Hinzu kommen eventuelle Wertsteigerungen des Objekts, wenn man gutes Timing beim Einstieg bewiesen hat. Wie bei allen Dingen, kann man auch für eine Wohnung zu viel Geld bezahlen oder ein Schnäppchen machen. Auch Zwangsversteigerungen beim örtlichen Amtsgericht können sich auszahlen, v.a. da hier die Maklergebühr anfällt.
Das ist mit einer der größten Nachteile beim Vermögensaufbau durch Immobilien. Zu den relativ hohen Maklergebühren (bei Aktien zahlt man beispielsweise nur einen Bruchteil dessen) kommt die Grunderwerbssteuer, welche die Bundesländer als lukrative Einnahmequelle entdeckt haben. Ein Kauf will also sehr gut überlegt sein. Schließlich verliert man schon mit der Unterschrift beim Notar (der kostet im Übrigen auch Geld) etwa 10% seines Geldes.
Dennoch sind jährliche Renditen von 4-5% bei Immobilien realistisch. Vor allem die Wertstabilität ist für langfristige Anleger von Vorteil. Bei Immobilien hat man keinen Kurs, der ständig auf und ab springt und den man beobachten muss. Zum Schluss noch der Allerwichtigste Hinweis, wenn es um die Auswahl geht: LAGE, LAGE, LAGE!
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