Ratenkredit
Der Ratenkredit bezeichnet ein Darlehen, das an Privatpersonen, im Regelfall durch Kreditinstitute, vergeben wird und das seinen Namen daraus bezieht, dass dieses Darlehen in regelmäßigen und gleichbleibenden monatlichen Raten an den Gläubiger zurückbezahlt wird.
Der Ratenkredit wird auch als Konsumentenkredit bezeichnet und unterscheidet sich somit zum Beispiel von dem Baukredit. Unterschiedliche und zum Teil stark werbliche Bezeichnungen sind für den Ratenkredit üblich, wenn Geldinstitute Kunden gewinnen möchten. Auch der Autokredit, der von mit Autohäusern kooperierenden Hausbanken und auch von anderen Kreditinstituten angeboten wird, fällt unter den Begriff Ratenkredit.
Entwicklung des Ratenkredits
Der Ratenkredit hat in Deutschland seit den 1950er Jahren an Bedeutung gewonnen und ist im Zusammenhang mit Wiederaufbaumaßnahmen und dem so genannten Wirtschaftswunder dieser Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Zusammenhang zu bringen. Waren es erst die so genannten Teilzahlungsbanken, die sich auf die Vergabe von Konsumentenkrediten konzentrierten, wird der Ratenkredit heute von Geschäftsbanken im Rahmen ihres umfassenden Produktportfolios mit angeboten. Gerade für Autobanken ist der Ratenkredit zu einem der wichtigsten Produkte avanciert.
Konditionen eines Ratenkredites
Oftmals wird der Ratenkredit von Banken als standardisiertes Produkt an Privatkunden vergeben und die Höhe dieser Kreditform liegt im Regelfall im Bereich von 1.000 bis etwa 100.000 Euro – dies natürlich immer in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers. Die Laufzeiten für den Ratenkredit sind im Regelfall auf maximal 96 Monate angelegt, können aber je nach Kreditinstitut auch höher angeboten werden.
Typisch für den Ratenkredit ist, dass hier ein so genanntes Blankodarlehen vergeben wird, das heißt, es müssen keine Sicherheiten mit Ausnahme der Gehalts- oder Lohnabtretung vom Kreditnehmer geboten werden. Allerdings kann je nach Sachlage eine Bürgschaft vom Kreditinstitut eingefordert werden.