Festgeldzinsen weiterhin im Abwärtstrend

Zwar mit einer größeren zeitlichen Verzögerung, aber dennoch keineswegs unerwartet senken derzeit einige Banken ihre Festgeldzinsen. Was bereits kurz nach der letzten Leitzinssenkung von den meisten Experten vorhergesagt wurde, scheint nun auf immer breiterer Front auch stattzufinden, denn nach und nach senken die Banken mittlerweile ihre Anlagezinsen im Festgeldbereich.

Sowohl beim Tagesgeld auch als beim Festgeld sind die Zinsen in den vergangenen Wochen gesunken. Lagen die Spitzenzinssätze zum Beispiel beim Tagesgeld am Anfang des Jahres zum Teil noch bei 2,70 Prozent, so erhalten die Anleger derzeit kaum noch mehr als zwei Prozent. Ähnlich sieht es inzwischen auch bei den Festgeldzinsen aus. Zwar bieten manche Banken im Festgeldbereich noch Zinssätze von drei Prozent oder mehr an, jedoch erhalten Anleger diese Zinssätze bis auf ganz wenige Ausnahmen nur unter der Voraussetzung, dass das vorhandene Kapital für mindestens drei bis vier Jahre festgelegt wird. Unter anderem haben auch die vom Zinssatz her mit führenden Anbieter MoneYou und VTB Direktbank ihre Festgeldzinsen in der letzteren Vergangenheit gesenkt. Einen Überblick der aktuellen Festgeldzinsen findet man bei www.festgeld-zinsen-vergleich.com.

Ist die Festgeldanlage ein Auslaufmodell?

Sicherlich kann man sich aufgrund der sehr niedrigen Zinsen, von denen neben dem Tagesgeld und dem Festgeld auch viele Spareinlagen betroffen sind, durchaus die Frage stellen, ob es sich bei diesen sicheren Anlageformen um Auslaufmodelle handelt. Allerdings wäre es etwas voreilig, hier von Auslaufmodellen zu sprechen, zumal trotz der niedrigen Zinsen immer noch viele Anleger diese sicheren Anlageformen wählen. Zudem werden auch die Zinsen beim Tagesgeld und die Festgeldzinsen „irgendwann“ wieder ansteigen, denn natürlich kann der EZB-Leitzinssatz nicht die nächsten fünf oder zehn Jahre auf diesem extrem niedrigen Niveau verharren. Insofern lässt sich mit ziemlicher Sicherheit behaupten, dass weder Tagesgeld noch Festgeld zu den Auslaufmodellen zählen. Denn neben den Spareinlagen sind diese zwei Produkte nahezu die einzigen Anlageformen, die eine sehr hohe Sicherheit als Eigenschaft aufweisen können.