Derzeitige Zinsentwicklung bei Festgeldkonten
Sparer haben es aktuell nicht leicht. Seit die Europäische Zentralbank den Leitzins vor ungefähr drei Monaten von 1,00 auf 0,75 Prozent senkte, brechen auch die Angebote der verschiedenen Kreditinstitute nach und nach ein. Auf Tagesgeldkonten gibt es aktuell meist weniger als zwei Prozent Zinsen, welche nicht einmal die Inflationsrate von zwei Prozent ausgleichen können. Sinnvoller ist da dann doch die Investition in ein Festgeldkonto mit deutlich höheren Festgeld-Zinsen.
Festgeldkonten im Vorteil
Finanztest und Verivox haben einen aktuellen Vergleich der besten Angebote durchgeführt. Die Fidor-Bank schneidet bei einer Anlagendauer von ein bis vier Jahren am besten ab. So liegt der Effektivzins bei einem Jahr bei 2,7 Prozent und bei vier Jahren bereits bei 3,6 Prozent. Verivox hat bei seinem Vergleich auch längere Laufzeiten berücksichtigt und kam zu dem Ergebnis, dass bei einer Laufzeit von fünf Jahren die VON ESSEN Bank mit ihren 4,04 Prozent Zinsen aufs Festgeld, das beste Angebot hat. Wer sich dafür entscheidet sein Geld ganze zehn Jahre anzulegen, kann bei der NIBC Bank sogar 4,81 Prozent bekommen.
Konsequenzen bedenken
Jedoch sollte man sich vorab genau überlegen, wie lange man auf sein Geld verzichten kann. Zum einen ist es durchaus realistisch, dass der Leitzins in den kommenden Jahren wieder zunimmt, wodurch ebenfalls die Angebote der Kreditinstitute attraktiver werden würden. Wer in diesem Fall sein Geld bei einem Festgeldkonto angelegt hat, ist jedoch auf die vereinbarten Zinsen festgeschrieben und darf nicht auf eine Anpassung hoffen. Hinzu kommt, dass eine Auflösung des Festgeldkontos vor Ablauf der vereinbarten Frist meist Zinsabschläge oder eine Vorfälligkeitsentschädigung zur Folge hat. Eine flexiblere Lösung stellt hierbei ein Tagesgeldkonto dar.
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