Noa Bank: Tagesgeld und Festgeld ausverkauft

Normalerweise kann man sich nicht vor Werbung und Angeboten von Banken und auch Versicherungen retten. Da gibt es günstige Angebote oder hohe Zinsen, die nur für einen bestimmten Zeitraum laufen. Anders sieht es da bei der Noa Bank aus. Die Bank buhlt nicht um neue Kunden, sondern weist sogar von Bestandskunden das Geld ab.

Startschuss für die Noa Bank war der Herbst 2009. Die Bank wollte sich abseits der Krise nur noch um das Kerngeschäft konzentrieren und so nahm sie Gelder von Kunden für Tages- und Festgeldkonten. Ist das Geld angelegt, kann der Kunde entscheiden, für welchen Kreditbereich das Geld investiert werden könne. Auswählen gab es zwischen Region (Förderung der Wirtschaft und der Arbetisplätze in der Region), Leben (hier geht es um die Förderung der Gesundheit), Planet (Förderung von erneuerbaren Energien, sowie des Naturschutzes), sowie Kultur (Förderung von Künstlern).

Die Idee ging auf, wie die Werte im Mai 2010 zeigten, denn die Noa Bank erlangte mit ihren Konditionen ein hohes Ranking bei Stiftung Warentest. Auf Platz eins landete die Bank im Bereich Tages- und Festgeld. Laut Informationen sollen bereits über 15.000 Kunden bei der Noa Bank erfasst sein mit einem Gesamtkapital von 290 Millionen Euro, welches auf Tages- oder Festgeldkonten liegt.

Keine Kreditnehmer gefunden

Das Geld liegt auf der Bank, kann aber leider nicht in die Wirtschaft fließen. Der Grund, es gibt zu wenige Kreditvergaben. Derzeit sind erst 50 Millionen Euro in Krediten investiert, der Rest liegt auf der Bank. Um nun die Notbremse zu ziehen, wurde im Bereich Tages- und Festgeld ein „ausverkauft“ Schild angebracht. Neukunden werden nicht mehr angenommen. Doch es geht noch weiter, auch Bestandskunden dürfen ihr Kapital nicht mehr nach oben hin weiter aufstocken.

Um zumindest etwas Zinsen zu erzielen, hat sie Noa Bank ein Teil der Einlagen auf andere Banken „geparkt“. Zudem wird auf der Homepage der Bank mitgeteilt, für welche Projekte bisher Kredite vermittelt wurden. Wie lange das noch bei der Noa Bank so weiter geht, ist unklar. Doch Experten warnen davor, dass zu lange so zu handhaben. Da die AGB nicht geändert wurden, hat normalerweise jeder Anleger bei der Noa Bank das Recht, sein Kapital jederzeit aufzustocken. Wird dies verweigert, kann nach Expertenmeinung sogar Schadenersatz eingeklagt werden.


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